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APA-IT-Forum: E-Reader, 10.03.2010

 
 
v.l.n.r.: C. Schwaiger, N. Sorger, B. Wiesinger, G. Kaminger, P. Krotky, G. Klima
APA/Thomas Preiss
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kindle, iPad und Co. wecken Hoffnung in Medienbranche

Klassische E-Reader boomen, bleiben aber trotzdem ein Nischenprodukt. Tablet PCs werden der Medienbranche zwar neue Chancen bieten, wohin die Reise geht, ist aber noch ziemlich ungewiss. Etwas Licht in die aktuellen Entwicklungen haben Experten bei einer Podiumsdiskussion des APA-IT-Forums, am 09. März 2010, gebracht.

„Apples iPad wird die Zeitungen nicht retten. Amazons Kindle sowieso nicht. Hoffen darf man trotzdem", zeigte sich Peter Krotky, Geschäftsführer und Chefredakteur von „Die Presse Digital", überzeugt. Gefragt sei „eine nüchterne Analyse".

„Der Kindle ist im Vergleich zum iPad nicht wirklich sexy.", so der Chefredakteur. Auch die Frage, was der Konsument für entsprechende Angebote bezahlen soll, sei völlig offen.

Ohne Stützung kein Massenprodukt

Die Mobilfunker könnten eine wichtige Rolle spielen, weil sie wüssten, „wie man einen Massenmarkt macht", spielte Bernhard Wiesinger von Hutchison 3G Austria auf Gerätestützungen an. In erster Linie werde ein Erfolg  davon abhängen, ob Verleger, Plattform-Betreiber und Mobilfunk-Anbieter „in einer fairen Partnerschaft zusammenfinden", so Wiesinger.

Reine digitale Nachbildung ist zu wenig

„Es geht um Multimedia-Integration und Interaktion", meint Clemens Schwaiger vom Beratungsunternehmen Arthur D. Little Österreich. Auch er sieht E-Reader als Nischenprodukt. Dennoch gewinne der Markt an Fahrt.

Für Zeitungen gebe es allerdings derzeit noch keine klaren Geschäftsmodelle , erklärte Günter Kaminger von der APA-IT. Der heimische Markt sei für internationale Anbieter eher klein und das Potential für Einzelanbieter beschränkt. Kooperationen bieten technische und wirtschaftliche Vorteile. Gespräche über eine zentrale E-Reader-Plattform für aktuelle Medien seien im Laufen.

„Wer wirklich ausschließlich Bücher konsumieren will, wird sich einen E-Reader kaufen. Aber viele Benutzer wollen multimediale Unterhaltung. Und die werden auf Tablet PCs zurückgreifen", gab sich Nicolas Sorger von Microsoft Österreich überzeugt. Die Technik von Kindle und Co. würde allerdings zeigen, wie Inhalte an die Endkunden geliefert werden.

 
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